Making of „Massenpsychologin“

Making of „Massenpsychologin“

31. Menschen des 21. Jahrhunderts

Die letzte der schon vorab erwähnten Teamarbeiten. Mit Karen Weinert zusammen überlegt er Berufe, die es so nicht gibt – aber geben könnte. Angelehnt an die Ästhetik Sanders berühmter Fotografien werden von den beiden Künstlern/innen diese „Berufe“ ins Bild gesetzt. Liebevoll inszenierte Situationen mit dokumentarhaften Charakter, als klassische S/W-Fotos präsentiert; so fällt es leicht, den Bildern und der jeweils mitgelieferten Berufsbezeichnung zu glauben. Insgesamt eine sehr präzise Arbeit über die Situation ständig wechselnder Berufsbezeichnungen und die Tatsache, dass viele ihren eigenen Arbeitsplatz schlichtweg erfinden, um sich über Wasser zu halten. Im expose Verlag erschien 2012 ein hübsches Buch über diese Arbeit.  Wie zeitgemäß sie ist, wurde spätestens dann klar, als einer der inszenierten Berufe Realität wurde: Der Beruf des Mülltonnenreinigers wurde, kaum war er fotografiert, tatsächlich von zwei arbeitslosen Männern ganz real „erfunden“.

sechs Bilder aus „Menschen des 21. Jh.“

sechs Bilder aus „Menschen des 21. Jh.“