„Geld verbrennen“, 2009

„Geld verbrennen“, 2009

32. Aktionen

Es gibt auch einige Kunstaktionen von Bachler. Die Aktion „Geld verbrennen“ hängt mit einer Arbeit über das Fürstentum Liechtenstein zusammen für das er, Freunde hatten ihm ein Vaduzer Kunststipendium zugeschanzt, eine fiktive Währung, den sog. Liechtensteintaler, entworfen hatte. Bei der Präsentation dieser Scheine (sie sind auf dem Foto im Hintergrund zu sehen) erklärte er die Rolle des Künstlers bei der Geldscheingestaltung, der mittels komplizierter Grafik den Schein fälschungssicher mache. Er endete mit dem Hinweis, dass Künstler aber nicht nur Geld mitproduzieren, sondern auch vernichten können. Und dies viel schneller, als das Bankensystem – der mitgebrachte 100 Milliarden Mark Schein (Inflationsgeld) war tatsächlich innerhalb weniger Sekunden verbrannt. Der Beifall der anwesenden Banker viel sehr mager aus – die Finanzkrise kam in dieser Zeit so richtig in Fahrt – ein Ankauf der Geldscheinentwürfe durch die landeseigene Kunstsammlung unterblieb folglich.

Die Aktion „Notebook verbrennen“ zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennungen überschreitet deutlich die Grenzen des guten Geschmacks. Bachlers Idee, diesem traurigen Jubiläum in einer zeitgemäßen Variante zu gedenken ist völlig absurd, der Rauch des brennenden Computers ausserdem krebserregend. Glücklicherweise kam dem Aufruf, sein eigenes lap top zu verbrennen, sonst keiner nach. Unausgegoren auch seine Äusserungen, heutzutage sei die Situation andersherum, man müsse seine eigenen Daten vernichten etc.

„Notebook – Verbrennung, 2013

„Notebook – Verbrennung, 2013