Treppe Sababurg (Camera obscura Aufnahme)

Treppe Sababurg (Camera obscura Aufnahme)

40. Arbeiten

Bevor ich auf Thomas Bachlers Art, Kunst zu produzieren, zu sprechen komme soll nicht unerwähnt bleiben, dass er sich nur einmal in seinem Leben (von der Militärzeit einmal abgesehen) in einer festen Arbeitsverhältnis befunden hat. Gerade mal sieben Monate hielt er es als Grafiker in einer PR-Agentur aus, kündigte und lebte sein Leben als „Selbstständiger“ weiter.

Für seine künstlerischen Arbeiten braucht er Ruhe und reichlich kreativen Müßiggang, um seine Ideen wie Samenkörner reifen zu lassen. So entstehen die meisten Arbeiten ohne die viel zitierten „Anregungen von aussen“. Er verweist auf ein Rilkezitat:“Vielleicht ist Schaffen nichts anderes als sich tief erinnern“. Die Ausführung der im Kopf ausformulierten Ideen wird von ihm erstaunlich emotionslos durchgeführt. Eigentlich reiche es oft, die Sachen in Gedanken zu vollenden, meinte er dazu.

Interessant sie die vielen Skizzen, die manchmal im Vorfeld entstehen. Für die Arbeit „Betrachtungen“ legte er vorab ein eigenes Skizzenbuch der Motive (mit Notizen über die idealen Aufnahmebedingungen) an; er versah dieses Buch sogar mit Farbfotos, um die späteren Camera obscura Aufnahmen in ihrer Anmutung genau analysieren zu können.